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Netzwerkkarte (Netzwerkadapter, NIC)

Infrastruktur

Die Netzwerkkarte (Netzwerkadapter, NIC) ist ein Gerät, das einen Computer oder Server mit dem Netzwerk verbindet und Daten in Form von Frames austauscht. Sie wandelt die Daten des Computers in Signale für die Übertragung über Kabel oder Wi-Fi um und hat eine eindeutige MAC-Adresse.

Die Netzwerkkarte (Netzwerkadapter, NIC) ist ein Gerät, das einen Computer oder Server mit dem Netzwerk verbindet und Daten in Form von Frames austauscht. Sie wandelt die Daten des Computers in Signale für die Übertragung über Kabel oder Wi-Fi um und hat eine eindeutige MAC-Adresse, an der das Netzwerk sie findet.

Was ist eine Netzwerkkarte

Netzwerkkarte (NIC, Network Interface Card) — das ist eine Komponente des Computers, die seine Verbindung mit dem Netzwerk Ethernet, Wi-Fi oder Glasfaser sicherstellt. Die Hauptfunktion der Netzwerkkarte ist der Empfang und die Übertragung von Daten: Sie nimmt die digitalen Daten der Anwendungen, bildet daraus Netzwerk-Frames, fügt die MAC-Adressen von Absender und Empfänger hinzu und sendet sie in das Übertragungsmedium (Kabel oder Funkkanal). Auf dem Rückweg empfängt die Karte Frames, erkennt die eigenen und übergibt sie an das Betriebssystem. Moderne Netzwerkkarten können in das Mainboard integriert sein (in der Regel 1–2,5 Gbit/s), in einen PCIe-Steckplatz eingebaut werden (von 1 bis 100 Gbit/s) oder über USB angeschlossen sein. Für Server werden Karten mit Unterstützung von Port-Aggregation, VLAN und Protokoll-Offloading verwendet, das die Prozessorlast reduziert.

Typen und Geschwindigkeiten

Nach der Datenübertragungsgeschwindigkeit werden die Adapter in Klassen eingeteilt: Fast Ethernet — 100 Mbit/s (veraltet); Gigabit Ethernet — 1 Gbit/s, Standard für Arbeitsrechner; 2,5 und 5 GbE — beschleunigt für neue PCs und Server; 10/25/40/100 GbE — für Rechenzentrumsserver, Speichersysteme und den Netzwerkkern. Nach der Schnittstellenart: PCIe-Adapter (intern), USB-Adapter (für Laptops und kleine Systeme) und in das Mainboard integrierte. Nach dem Übertragungsmedium: Kupfer (Twisted Pair RJ-45), optische (SFP/SFP+-Module) und drahtlose (Wi-Fi/Wi-Fi 6E). Die Netzwerkkarte arbeitet auf der Sicherungsschicht und interagiert mit dem Switch: Dieser leitet Frames nach der MAC-Adresse von einem Adapter zum anderen.

Einrichtung und Diagnose der Netzwerkkarte

Für den stabilen Betrieb werden aktuelle Treiber installiert und geprüft, dass Geschwindigkeit und Duplex automatisch mit dem Switch-Port abgestimmt werden. Bei geringer Leistung werden Link-Status und Fehlerzähler in den Adaptereigenschaften geprüft, die Firmware aktualisiert und bei Bedarf die Energiesparfunktion (Green Ethernet) deaktiviert, die die Übertragung verlangsamt. Für Server werden Port-Aggregation (LACP/Teaming) und Protokoll-Offloading konfiguriert, das die Prozessorlast reduziert, und die Diagnose erfolgt mit den Betriebssystemwerkzeugen und Verkehrsanalysatoren. Der Kartenausfall zeigt sich in Verbindungsverlust, Verzögerungen oder Fehlern auf der Sicherungsschicht, daher werden für kritische Server Reserveports nach Failover-Schema verwendet und ein Reserveadapter für den schnellen Austausch ohne Unterbrechung bereitgehalten.

Bei der Auswahl einer Netzwerkkarte für einen Arbeitsplatz orientiert man sich an der Portgeschwindigkeit (1 Gbit/s reicht für die meisten Aufgaben) und der Anschlussschnittstelle (PCIe oder USB). Für Server wählt man Modelle mit zwei und mehr Ports, Unterstützung von Protokoll-Offloading und Virtualisierungsfunktionen (SR-IOV), was die Leistung beim Betrieb vieler virtueller Maschinen erhöht. Der Preis des Adapters steigt mit der angegebenen Geschwindigkeit und dem Funktionsumfang, daher lohnt es sich für normale Arbeitsplätze nicht, für mehrportige Industriemodelle zu überzahlen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Netzwerkkarte?

Die Netzwerkkarte (NIC) ist ein Gerät zum Anschluss des Computers an das Netzwerk. Sie bildet Netzwerk-Frames, signiert sie mit ihrer MAC-Adresse, überträgt sie in Kabel oder Wi-Fi und empfängt die an diesen Computer adressierten Daten.

Wie unterscheidet sich eine 1-Gbit/s- von einer 10-Gbit/s-Karte?

Die Datenübertragungsgeschwindigkeit: 1 Gbit/s — Klassiker für Workstations und kleine Server; 10 Gbit/s und höher — für Rechenzentrumsserver, Speichersysteme und den Netzwerkkern, wo Durchsatz für hohe Belastung erforderlich ist.

Wie erfährt man die MAC-Adresse der Netzwerkkarte?

Die MAC-Adresse ist eine eindeutige Sechs-Byte-Adresse, die der Hersteller bestimmt (die ersten drei Bytes) und die Seriennummer des Geräts. In Windows wird sie mit dem Befehl ipconfig /all angezeigt, in Linux — mit ip link, auf Servern — nach Etikett oder in der Betriebssystemoberfläche.

Warum braucht ein Server mehrere Netzwerkkarten?

Mehrere Ports ermöglichen die Kanalaggregation (Erhöhung von Durchsatz und Zuverlässigkeit), die Verkehrstrennung (Verwaltung/Daten/Datensicherung) und den gleichzeitigen Anschluss des Servers an mehrere Netzwerke. Die Karten unterstützen VLAN und Protokoll-Offloading.

Was ist Offloading auf einer Netzwerkkarte?

Offloading ist die Übertragung eines Teils der Verarbeitung von Netzwerkprotokollen (Prüfsummen, Paketsegmentierung) auf die Hardware der Karte statt auf den Prozessor. Das reduziert die CPU-Last und beschleunigt die Verarbeitung großer Datenströme auf Servern.

Welchen Adapter wählt man für einen Laptop?

Für einen Laptop reicht in der Regel das eingebaute Wi-Fi 6/6E; für eine stabile Arbeit per Kabel wird ein USB-Adapter Gigabit Ethernet verwendet. Für professionelle Aufgaben passt ein USB-C-Adapter mit Unterstützung von 2,5–10 Gbit/s.

Was ist ein SFP-Modul auf einer Netzwerkkarte?

SFP/SFP+ ist ein herausnehmbares optisches Modul, das in einen Steckplatz der Netzwerkkarte oder des Switches zum Anschluss von Glasfaser eingesetzt wird. Es bestimmt die Geschwindigkeit (1–25 Gbit/s) und den Leitungstyp (Einmoden- oder Mehrmoden-Faser).

Auf welcher Schicht des OSI-Modells arbeitet eine Netzwerkkarte?

Die Netzwerkkarte arbeitet auf der zweiten (Sicherungs-)Schicht des OSI-Modells: Sie bildet und überträgt Frames mit MAC-Adressen im Übertragungsmedium. Das Routing zwischen Netzwerken erfolgt höher, auf der Netzwerkschicht, durch Routing-Geräte.

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