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Cloud-Sicherheit

Infrastruktur

Cloud-Sicherheit ist eine Sammlung von Technologien, Richtlinien und Verfahren zum Schutz von Cloud-Daten, -Anwendungen und -Infrastruktur vor unbefugtem Zugriff, Datenlecks und Cyberangriffen. Sie gewährleistet die Kontinuität der Geschäftsprozesse und die Einhaltung strenger regulatorischer Anforderungen.

Was ist Cloud-Sicherheit in einfachen Worten

Cloud-Sicherheit ist die Praxis des Schutzes von Daten, Anwendungen und Diensten, die in der Cloud gehostet werden, vor Bedrohungen und Angriffen wie Datendiebstahl, Informationslecks oder Angriffen auf die Infrastruktur. Sie umfasst Kontrollmaßnahmen, Verfahren und Technologien zum Schutz von Daten vor externen und internen Bedrohungen.

Cloud-Sicherheitsbedrohungen: Datenlecks, Fehlkonfiguration, Kompromittierung von Konten Hauptrisiken von Cloud-Diensten: Verlust vertraulicher Daten, Konfigurationsfehler (ungesicherte S3-Buckets), Kompromittierung von Benutzer- und Administratorkonten. ☁️ Cloud-Sicherheit — Bedrohungen Datenleck Unbefugter Zugriff auf Daten Fehlerhafte Konfiguration Einrichtungsfehler Kompromittierung von Benutzerkonten Diebstahl von Passwörtern Insider · Malware · DDoS · API-Angriffe
Cloud-Sicherheit — Termin-Diagramm

Mit der wachsenden Beliebtheit von Cloud-Technologien wachsen auch die Risiken. Im Jahr 2025 nutzten mehr als 80 % der Unternehmen Cloud-Dienste, und fast die Hälfte von ihnen war mit Sicherheitsvorfällen konfrontiert. Cloud-Sicherheit wird entscheidend wichtig, um das Unternehmen vor finanziellen Verlusten und Reputationsrisiken zu schützen.

Der Schlüsselunterschied zwischen Cloud-Sicherheit und traditioneller Sicherheit ist das Modell der gemeinsamen Verantwortung. Die Sicherheit in der Cloud ist zwischen dem Anbieter und dem Kunden verteilt. Der Anbieter ist für den Schutz der Basisinfrastruktur verantwortlich (Hardware, physische Sicherheit der Rechenzentren, Virtualisierung), und der Kunde ist für den Schutz dessen verantwortlich, was in der Cloud gehostet wird (Zugriffskonfiguration, Betriebssysteme, Sicherheit der Endgeräte, Verschlüsselung und Datenverwaltung).

In Russland wird die Nutzung von Cloud-Diensten durch das Gesetz Nr. 242-FZ zur Lokalisierung personenbezogener Daten geregelt, das die Speicherung der Daten russischer Bürger auf Servern auf dem Territorium der Russischen Föderation vorschreibt. Über die Einhaltung der Anforderungen der Regulierungsbehörden lesen Sie im Artikel Informationssicherheit.

Grundprinzipien der Cloud-Sicherheit

1. Datenverschlüsselung

Einsatz von Kryptografie zum Schutz von Informationen während ihrer Übertragung (in transit) und Speicherung (at rest). Selbst wenn ein Angreifer Zugriff auf die Daten erhält, kann er sie ohne den Verschlüsselungsschlüssel nicht lesen. Wie die Verschlüsselung funktioniert, lesen Sie im Artikel Verschlüsselung.

2. Zugriffsverwaltung (IAM)

Implementierung einer strengen Zugriffskontrolle auf Ressourcen. Es werden die Richtlinien des geringsten Privilegs verwendet (der Benutzer erhält nur die Rechte, die für die Arbeit notwendig sind), die Mehrfaktor-Authentifizierung (MFA) und regelmäßige Zugriffsprüfungen.

3. Überwachung und Prüfung

Ständige Analyse des Netzwerkverkehrs und der Systemprotokolle zur rechtzeitigen Erkennung von Anomalien und zur Verhinderung von Bedrohungen. SIEM-Systeme sammeln und analysieren Sicherheitsereignisse aus allen Ressourcen. Wie SIEM-Systeme funktionieren, lesen Sie im Artikel SIEM.

4. Datensicherung

Regelmäßige Erstellung von Sicherungskopien, um einen vollständigen Datenverlust bei Angriffen (z. B. Ransomware) oder Ausfällen zu verhindern. Es wird empfohlen, die Regel 3-2-1 zu verwenden: 3 Datenkopien, 2 verschiedene Arten von Medien, 1 Kopie außerhalb der Cloud oder des Büros. Wie die Datensicherung funktioniert, lesen Sie im Artikel Datensicherung.

Bereitstellungsmodelle von Cloud-Diensten

1. Öffentliche Cloud

Die Ressourcen werden über das Internet bereitgestellt und stehen jedem Benutzer zur Verfügung. Beispiele: Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure, Google Cloud, Yandex Cloud. Vorteile: Skalierbarkeit, Ersparnis, keine Wartungskosten. Nachteile: gemeinsame Infrastruktur mit anderen Kunden, Risiken von Datenlecks.

2. Private Cloud

Die Infrastruktur wird ausschließlich von einer Organisation genutzt. Sie kann im eigenen Rechenzentrum oder bei einem Anbieter gehostet werden. Vorteile: volle Kontrolle, erhöhte Sicherheit. Nachteile: hohe Wartungskosten.

3. Hybrid-Cloud

Eine Kombination aus öffentlicher und privater Cloud. Kritische Daten und Anwendungen werden in einer privaten Cloud gespeichert, und öffentliche Ressourcen werden für weniger sensible Aufgaben genutzt. Vorteile: Flexibilität, optimales Verhältnis von Preis und Sicherheit.

Hauptbedrohungen für die Cloud-Sicherheit

1. Datenleck

Die häufigste Bedrohung. Ursachen: Konfigurationsfehler, Anwendungsschwachstellen, Kompromittierung von Konten. Ein Datenleck kann zu finanziellen Verlusten, regulatorischen Geldstrafen und Verlust des Kundenvertrauens führen.

2. Fehlkonfiguration

Falsche Einstellungen von Cloud-Ressourcen: offene Speicher-Buckets, öffentlicher Zugang zu Datenbanken, fehlende Verschlüsselung. Dies ist eine der Hauptursachen für Datenlecks. Nach Untersuchungen sind mehr als 70 % der Cloud-Lecks mit Konfigurationsfehlern verbunden.

3. Kompromittierung von Konten

Angreifer nutzen Phishing, Passwortraten und Angriffe auf Konten, um Zugang zu Cloud-Ressourcen zu erhalten. Die Verwendung schwacher Passwörter und das Fehlen von MFA erhöhen die Risiken erheblich. Wie Sie Konten schützen, lesen Sie im Artikel Verifizierung.

4. Insider-Bedrohungen

Bedrohungen durch Mitarbeiter — sowohl bösartige (Datendiebstahl) als auch versehentliche (Fehler, Nachlässigkeit). Zur Risikominimierung ist es notwendig, DLP-Systeme zu implementieren und regelmäßige Personalschulungen durchzuführen. Wie DLP-Systeme funktionieren, lesen Sie im Artikel DLP.

Wie man einen Cloud-Anbieter wählt

Bei der Wahl eines Cloud-Anbieters sollten Sie auf folgende Kriterien achten:

  • Sicherheitszertifikate: das Vorhandensein von Konformitätsbescheinigungen (ISO 27001, PCI DSS, FSTEC, FSB). Was PCI DSS ist, lesen Sie im Artikel PCI DSS.
  • Verschlüsselung: Unterstützung der Datenverschlüsselung in transit und at rest, Verwaltung der Verschlüsselungsschlüssel.
  • Physische Sicherheit: Schutz der Rechenzentren, Zugriffskontrolle, Feuerlöschsysteme.
  • Datenlokalisierung: das Vorhandensein von Rechenzentren auf dem Territorium Russlands (Anforderung des 242-FZ).
  • Support: rund um die Uhr technischer Support, das Vorhandensein einer SLA (Service-Level-Vereinbarung).

Mehr über die Auswahl von Cloud-Lösungen lesen Sie im Artikel Infrastruktur.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Cloud-Sicherheit in einfachen Worten?

Cloud-Sicherheit ist der Schutz Ihrer in der Cloud gespeicherten Daten (z. B. in Yandex Disk, Google Drive oder Unternehmens-Cloud-Systemen). Es ist wie eine Sicherheit für Ihre digitalen Dateien: Verschlüsselung, Zugriffskontrolle, Schutz vor Hacking. Mehr über Verschlüsselung lesen Sie im Artikel Verschlüsselung.

Was sind die Hauptbedrohungen für die Cloud-Sicherheit?

Die Hauptbedrohungen: Datenlecks (aufgrund von Konfigurationsfehlern), falsche Konfiguration von Cloud-Ressourcen (offene Buckets, öffentliche Datenbanken), Kompromittierung von Konten (schwache Passwörter, fehlende Zwei-Faktor-Authentifizierung) und Insider-Bedrohungen (Fehler oder bösartige Handlungen von Mitarbeitern). Wie Sie Konten schützen, lesen Sie im Artikel Verifizierung.

Wer ist für die Sicherheit in der Cloud verantwortlich?

Die Verantwortung ist zwischen dem Anbieter und dem Kunden aufgeteilt. Der Anbieter schützt die Infrastruktur (Rechenzentren, Ausrüstung, Netzwerke). Der Kunde ist für die Zugriffskonfiguration, Betriebssysteme, Datenverschlüsselung und die Sicherheit der Endgeräte verantwortlich. Dies wird als Modell der gemeinsamen Verantwortung bezeichnet. Mehr über die Verantwortungsverteilung lesen Sie im Artikel Infrastruktur.

Welche Standards regeln die Cloud-Sicherheit?

Die wichtigsten Standards: ISO 27001 (internationaler Standard für Informationssicherheitsmanagement), PCI DSS (für die Verarbeitung von Zahlungsdaten), FSTEC und FSB (russische Zertifikate für staatliche Organisationen). Außerdem gilt das 242-FZ zur Datenlokalisierung — die Daten russischer Bürger müssen auf Servern in der Russischen Föderation gespeichert werden. Was PCI DSS ist, lesen Sie im Artikel PCI DSS.

Wie wählt man einen sicheren Cloud-Anbieter?

Bei der Auswahl prüfen Sie: das Vorhandensein von Sicherheitszertifikaten (ISO 27001, PCI DSS, FSTEC), die Unterstützung der Datenverschlüsselung, das Vorhandensein von Rechenzentren in Russland (zur Einhaltung des 242-FZ), rund um die Uhr technischen Support und SLA. Studieren Sie auch die Nutzerbewertungen und die Sicherheitsberichte des Anbieters. Über die Auswahl von Cloud-Lösungen lesen Sie im Artikel Fintech.

Was ist das Modell der gemeinsamen Verantwortung in der Cloud?

Dies ist ein Prinzip, nach dem die Cloud-Sicherheit zwischen dem Anbieter und dem Kunden aufgeteilt ist. Der Anbieter ist für die Sicherheit der Infrastruktur verantwortlich (physische Server, Netzwerke, Hypervisoren). Der Kunde ist für die Sicherheit dessen verantwortlich, was er in der Cloud platziert (Betriebssysteme, Anwendungen, Daten, Zugriffseinstellungen). Es ist wichtig, dies zu verstehen, um keine Schutzlücken zuzulassen. Über den Datenschutz lesen Sie im Artikel Informationssicherheit.

Was passiert, wenn die Cloud-Sicherheit nicht eingehalten wird?

Die Folgen können schwerwiegend sein: Leck vertraulicher Daten, finanzielle Verluste, regulatorische Geldstrafen (bis zu 6 Millionen Rubel gemäß 152-FZ), Verlust des Kundenvertrauens, Stillstand der Geschäftsprozesse. In einigen Fällen — strafrechtliche Verantwortlichkeit für Manager. Wie Sie Daten schützen und Geldstrafen vermeiden, lesen Sie im Artikel Informationssicherheit.

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Cloud-Sicherheit ist eine Sammlung von Technologien, Richtlinien und Verfahren zum Schutz von Cloud-Daten, -Anwendungen und -Infrastruktur vor unbefugtem Zugriff, Datenlecks und Cyberangriffen. Sie gewährleistet die Kontinuität der Geschäftsprozesse und die Einhaltung strenger regulatorischer Anforderungen.

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