Diese Website verwendet Cookies. Wenn Sie die Website weiterhin nutzen, bestätigen Sie Ihre Zustimmung zur Verwendung dieser Dateien.

Virtuelle Maschine

Infrastruktur

Eine virtuelle Maschine (VM) ist ein softwarebasiertes „digitales Abbild“ eines echten Computers, das in einem physischen Gerät läuft, aber über eigene isolierte virtuelle Ressourcen (Prozessor, Speicher, Festplatte) und ein Betriebssystem verfügt.

Was ist eine virtuelle Maschine in einfachen Worten

Eine virtuelle Maschine (VM) ist ein Programm, das wie ein vollwertiger separater Computer funktioniert. Es erstellt eine virtuelle Kopie der „Hardware“ (Prozessor, Speicher, Festplatte) und ermöglicht es, in Ihrem Hauptgerät ein anderes Betriebssystem auszuführen (z. B. Linux auf Windows oder umgekehrt).

Servervirtualisierung — Aufteilung physischer Ressourcen in virtuelle Maschinen Virtualisierungsprinzip: physischer Server (CPU, RAM, Datenträger, Netzwerk) → Hypervisor (VMware ESXi, KVM) → mehrere virtuelle Maschinen mit verschiedenen Betriebssystemen (Ubuntu, Windows, Astra Linux, Debian). Virtualisierungsarten: Hardware (Typ 1), gehostet (Typ 2), Container (Docker), Paravirtualisierung. 26. Virtuelle Maschine — Hypervisor-Typen Typ 1 (Bare-Metal) VMware ESXi, Hyper-V — für Server Typ 2 (Hosted) VirtualBox, VMware Workstation — für PCs
Virtuelle Maschine — Termin-Diagramm

Stellen Sie sich vor, Sie haben einen physischen Computer, und in ihm arbeiten mehrere weitere „virtuelle“ Computer. Jeder von ihnen hat seine eigenen Einstellungen, Dateien und sogar sein eigenes Betriebssystem, aber alle nutzen die Ressourcen eines echten Geräts.

Virtuelle Maschinen sind zur Grundlage der Cloud-Technologien geworden. Nach Angaben von Analyseagenturen sind heute mehr als 90 % aller Server in Rechenzentren virtuell. Dies ermöglicht es Unternehmen, Milliarden von Dollar an Ausrüstung und Strom zu sparen.

In Russland wird die Virtualisierung aktiv in staatlichen und Unternehmens-IT-Systemen eingesetzt. Wie virtuelle Maschinen in Cloud-Lösungen verwendet werden, lesen Sie im Artikel Cloud-Sicherheit.

Wie eine virtuelle Maschine funktioniert

Im Zentrum einer virtuellen Maschine steht ein Hypervisor — ein spezielles Programm, das die Rechenressourcen eines physischen Computers (des Hosts) zwischen einer oder mehreren virtuellen Umgebungen (Gastsystemen) verteilt.

Haupttypen von Hypervisoren

  • Hypervisor Typ 1 (Bare-Metal): Wird direkt auf der physischen Hardware installiert (z. B. VMware ESXi, Microsoft Hyper-V). Er bietet maximale Leistung und wird in Server-Rechenzentren eingesetzt.
  • Hypervisor Typ 2 (Hosted): Läuft als gewöhnliche Anwendung innerhalb eines bereits installierten Betriebssystems (z. B. VirtualBox, VMware Workstation). Er wird häufiger auf Heimcomputern und zum Testen verwendet.

Der Hypervisor verwaltet den Zugriff der virtuellen Maschinen auf Prozessor, Speicher, Festplatte und Netzwerkressourcen und isoliert sie voneinander. Dies ermöglicht es, mehrere verschiedene Systeme sicher auf einem physischen Server auszuführen.

Woraus eine virtuelle Maschine besteht

  • Virtuelle Ressourcen: Virtuelle Prozessoren (vCPU), Arbeitsspeicher (RAM), eine Festplatte (virtuelle Festplatte), Netzwerkschnittstellen.
  • Betriebssystem: Das Gastbetriebssystem (Windows, Linux, macOS), das auf der virtuellen Festplatte installiert ist.
  • Anwendungen: Programme und Dienste, die im Gastbetriebssystem ausgeführt werden.
  • Konfigurationsdateien: Dateien, die die Einstellungen der virtuellen Maschine speichern (Anzahl der vCPUs, RAM-Menge, Festplattengröße).

Wofür virtuelle Maschinen gebraucht werden

1. Ausführung verschiedener Betriebssysteme

Virtuelle Maschinen ermöglichen es, Linux auf einem Windows-Computer, macOS auf einem normalen PC oder alte Versionen von Windows für die Kompatibilität mit Altsystemen auszuführen. Dies ist besonders nützlich für Entwickler und Tester.

2. Sichere Experimente

Wenn Sie eine gefährliche Datei oder einen Virus in einer virtuellen Maschine herunterladen, schadet dies Ihrem Hauptcomputer nicht. Die virtuelle Maschine ist vom Hostsystem isoliert, was sie ideal zum Testen verdächtiger Software macht.

3. Ersparnis für Unternehmen

Unternehmen können auf einem leistungsstarken physischen Computer Dutzende von virtuellen Servern ausführen und so bei Ausrüstung, Strom und Rechenzentrumsmiete sparen. Dies wird als Serverkonsolidierung bezeichnet.

4. Cloud-Technologien

Cloud-Anbieter (AWS, Google Cloud, Yandex Cloud) verwenden virtuelle Maschinen, um Server zur Miete anzubieten. Der Kunde erhält eine dedizierte VM mit eigenen Ressourcen und kann sie über das Internet verwalten.

5. Testen und Entwicklung

Entwickler nutzen VMs, um Programme in verschiedenen Umgebungen zu testen und isolierte Umgebungen für die Entwicklung und das Debuggen von Anwendungen zu erstellen.

Beliebte Programme zur Erstellung von VMs

Oracle VM VirtualBox

Ein kostenloses Open-Source-Programm mit einfacher Oberfläche. Eine ausgezeichnete Wahl für den Heimgebrauch, zum Lernen und Testen. Unterstützt Windows, Linux und macOS.

VMware Workstation Pro

Eine leistungsstarke kommerzielle Lösung für Profis. Bietet hohe Leistung, gute 3D-Grafikunterstützung und tiefe Integration mit dem Hostsystem. Jetzt für den persönlichen Gebrauch kostenlos.

Microsoft Hyper-V

Ein eingebauter Hypervisor des Typs 1 in Windows 10/11 Pro und Enterprise. Bietet hohe Leistung und integriert sich perfekt in das Windows-Ökosystem.

Parallels Desktop

Die bequemste Option zum Ausführen virtueller Maschinen auf Mac-Computern. Für die Arbeit mit macOS optimiert und ermöglicht das Ausführen von Windows fast ohne Leistungsverlust.

Wie Sie die geeignete Virtualisierung für Ihr Unternehmen auswählen, lesen Sie im Artikel Infrastruktur.

Sicherheit virtueller Maschinen

Virtuelle Maschinen können wie jedes andere System anfällig für Angriffe sein. Die Hauptrisiken:

  • VM Escape: Ein Virus nutzt eine Schwachstelle im Hypervisor, um vom Gastsystem auf den Host zu gelangen.
  • Gemeinsame Ordner und Zwischenablage: Wenn der Dateiaustausch aktiviert ist, kann ein Virus das Hauptsystem infizieren.
  • Netzwerkumgebung: Eine virtuelle Maschine kann andere Geräte im Netzwerk angreifen, wenn sie im Bridged-Modus verbunden ist.

Für sicheres Arbeiten mit virtuellen Maschinen wird empfohlen:

  • Gemeinsame Ordner und die Zwischenablage bei der Arbeit mit verdächtiger Software zu deaktivieren.
  • Isolierte Netzwerkmodi (NAT oder Host-Only) zu verwenden.
  • Den Hypervisor regelmäßig auf aktuelle Versionen zu aktualisieren.
  • Snapshots für die schnelle Wiederherstellung zu erstellen.

Wie Sie Daten in virtuellen Umgebungen schützen, lesen Sie im Artikel Cloud-Sicherheit.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine virtuelle Maschine in einfachen Worten?

Eine virtuelle Maschine ist ein „Computer im Computer“. Es ist ein Programm, das einen virtuellen Computer mit eigenem Prozessor, Speicher und Festplatte erstellt, aber die Ressourcen Ihres echten PCs nutzt. Sie können darauf ein anderes Betriebssystem installieren und wie auf einem separaten Gerät arbeiten. Wie dies in der Cloud verwendet wird, lesen Sie im Artikel Cloud-Sicherheit.

Wie unterscheidet sich VirtualBox von VMware?

VirtualBox ist ein kostenloses Open-Source-Programm, ideal für den Heimgebrauch und Anfänger. VMware ist eine leistungsstarke kommerzielle Lösung, die eine höhere Leistung bietet und besser mit 3D-Grafiken arbeitet. VMware Workstation Pro ist jetzt für den persönlichen Gebrauch kostenlos. Wählen Sie VirtualBox für einfache Aufgaben, VMware für professionelle Arbeit. Über die Auswahl von Werkzeugen lesen Sie im Artikel Infrastruktur.

Kann man sich durch eine virtuelle Maschine einen Virus einfangen?

Ja, aber dafür sind bestimmte Bedingungen erforderlich. Ein Virus kann das Hauptsystem über gemeinsame Ordner, die Zwischenablage oder Schwachstellen im Hypervisor selbst (VM Escape) infizieren. Zum Schutz: deaktivieren Sie gemeinsame Ordner, nutzen Sie nicht die Zwischenablage, richten Sie ein isoliertes Netzwerk ein. Über den Schutz vor Viren lesen Sie im Artikel Antivirensoftware.

Welche Arten von virtuellen Maschinen gibt es?

Virtuelle Maschinen werden nach dem Hypervisortyp unterteilt: Typ 1 (Bare-Metal) — direkt auf der Hardware installiert (VMware ESXi, Hyper-V), Typ 2 (hosted) — läuft innerhalb eines Betriebssystems (VirtualBox, VMware Workstation). Sie unterscheiden sich auch nach dem Zweck: Server-VMs, Desktop-VMs, Container und Emulatoren.

Welche virtuelle Maschine ist am besten für Windows?

Für Windows ist die beste Wahl VMware Workstation Pro (hohe Leistung) oder VirtualBox (kostenlos und einfach). Wenn Sie Windows Pro haben, können Sie das eingebaute Hyper-V verwenden. Für den Heimgebrauch empfehle ich VirtualBox, für professionelle Arbeit — VMware. Über die Auswahl von Geschäftslösungen lesen Sie im Artikel Low-Code.

Wie erstellt man eine virtuelle Maschine auf einem Computer?

Laden Sie VirtualBox oder VMware herunter und installieren Sie es. Klicken Sie auf „Erstellen“, wählen Sie einen Namen und den Betriebssystemtyp, weisen Sie RAM zu (2-4 GB), erstellen Sie eine virtuelle Festplatte (20-50 GB). Geben Sie dann das ISO-Image des Betriebssystems an und führen Sie die Installation wie auf einem normalen Computer durch. Mehr über die Konfiguration lesen Sie im Artikel Infrastruktur.

Wie viel RAM wird für eine virtuelle Maschine benötigt?

Mindestens 2 GB für leichte Linux-Systeme, 4 GB für Windows 10/11. Für bequemes Arbeiten werden 8-16 GB auf dem Hostsystem empfohlen, um 4-8 GB der virtuellen Maschine zuzuweisen. Je mehr Aufgaben Sie in der VM ausführen möchten, desto mehr RAM benötigen Sie. Über die Systemanforderungen lesen Sie im Artikel Betriebssystem.

War diese Information hilfreich?

Infrastruktur Zurück

Virtuelle Maschine

Eine virtuelle Maschine (VM) ist ein softwarebasiertes „digitales Abbild“ eines echten Computers, das in einem physischen Gerät läuft, aber über eigene isolierte virtuelle Ressourcen (Prozessor, Speicher, Festplatte) und ein Betriebssystem verfügt.

Zuverlässige IT-Infrastruktur aufbauen

Bauen Sie eine moderne, fehlertolerante IT-Infrastruktur auf. Planung, Gerätelieferung, Installation und Wartung schlüsselfertig.

Garantiertes Ergebnis
Auswahl passend zu Ihrem Budget
Umfassender Ansatz
Zertifizierte Experten

Oder kontaktieren Sie uns:

+7 (499) 238-01-32 sales@fintech.ru

Geöffnet von 9:00 bis 18:00 Uhr