Datenarchivierung
Datenarchivierung ist der Prozess der Komprimierung und Organisation der langfristigen Aufbewahrung selten genutzter Daten, um Speicherplatz freizugeben und ihre Erhaltung zu gewährleisten.
Inhalt
Was ist Datenarchivierung
Datenarchivierung ist ein umfassender Prozess, der zwei Schlüsselaspekte umfasst: die Komprimierung von Informationen zur Reduzierung des belegten Volumens und die Organisation der langfristigen Datenspeicherung. Im Gegensatz zur Datensicherung, die Kopien zur schnellen Wiederherstellung im Falle eines Ausfalls erstellt, gibt die Archivierung in erster Linie wertvollen Speicherplatz frei und strukturiert das Informationschaos.
Die Archivierung wird in unternehmensweiten Systemen des elektronischen Dokumentenverkehrs und elektronischen Archiven eingesetzt. In staatlichen Informationssystemen und an Objekten der kritischen Informationsinfrastruktur (KII) muss die Archivierung unter Verwendung von kryptografischen Informationsschutzmitteln (KIS) strengen Anforderungen entsprechen.
Wichtigste Methoden der Datenarchivierung
- Vollständige Sicherung — die zuverlässigste, aber ressourcenintensivste.
- Inkrementelle Sicherung — speichert nur geänderte Daten, am schnellsten.
- Differentielle Sicherung — eine Zwischenoption.
In Backup-Systemen wird häufig eine Kombination von Methoden verwendet.
Moderne Archivformate
- ZIP — universeller Standard.
- RAR — höhere Komprimierung.
- 7Z — hohe Komprimierung mit LZMA2.
- TAR.GZ — üblich unter Unix/Linux.
Werkzeuge zur Archivierung
7-Zip, WinRAR, integrierte Windows-Tools, unternehmensweite Backup-Systeme (RBS).
Archivierung und Cybersicherheit
Archive, die in einer isolierten Umgebung aufbewahrt werden, werden zur einzigen Möglichkeit, Informationen ohne Zahlung eines Lösegelds wiederherzustellen. Empfohlen wird die 3-2-1-Regel: drei Kopien auf zwei verschiedenen Datenträgerarten, eine extern.
Häufig gestellte Fragen
Wie unterscheidet sich Datenarchivierung von Datensicherung?
Archivierung gibt Speicherplatz für die langfristige Aufbewahrung frei. Datensicherung erstellt Kopien zur Wiederherstellung nach einem Ausfall. Die Prozesse werden häufig in Backup-Systemen (RBS) kombiniert.
Welche Archivierungsmethode sollte ein Unternehmen wählen?
Eine kombinierte Strategie ist optimal: vollständige Sicherung wöchentlich, inkrementelle täglich. Für die schnelle Wiederherstellung ist der differentielle Ansatz vorzuziehen.
Welches Archivformat ist für die langfristige Aufbewahrung am zuverlässigsten?
ZIP oder 7Z — offene Formate, die die zukünftige Lesbarkeit gewährleisten. Verwenden Sie verlustfreie Komprimierung und prüfen Sie die Integrität mit Prüfsummen.
Wie schütze ich Archive vor Erpressungssoftware?
Verwenden Sie die Verschlüsselung mit KIS, die 3-2-1-Regel und den WORM-Schutz in Backup-Systemen.
Beeinflusst die Komprimierung die Wiederherstellungsgeschwindigkeit?
Ja, eine hohe Komprimierung (LZMA2 in 7Z) erfordert mehr Zeit zum Entpacken. Für kritische Daten wird oft ZIP gewählt, um die RTO zu reduzieren.
Welche Probleme treten bei der Archivierung in verteilten Systemen auf?
Übertragungsgeschwindigkeit und Konsistenz der Daten. Es werden Deduplizierung, clientseitige Komprimierung und spezialisierte Protokolle eingesetzt.
Wie lange dauert die Archivierung von Terabyte-Volumina?
Je nach Dateityp, Festplattenleistung und Komprimierung von mehreren Stunden bis zu einem Tag. Die Automatisierung über Backup-Systeme führt die Prozesse nachts aus.
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