Diese Website verwendet Cookies. Wenn Sie die Website weiterhin nutzen, bestätigen Sie Ihre Zustimmung zur Verwendung dieser Dateien.

Hypervisor

Infrastruktur

Ein Hypervisor ist eine Software, die virtuelle Maschinen erstellt und verwaltet und dabei die Isolierung und Verteilung der physischen Ressourcen des Servers zwischen ihnen gewährleistet.

Ein Hypervisor (Virtual-Machine-Monitor) ist eine spezielle Software, Firmware oder ein Hardware-Schema, das virtuelle Maschinen (VMs) erstellt und verwaltet und jeder von ihnen eine isolierte Umgebung mit eigenen virtuellen Hardwareressourcen bereitstellt — einen Prozessor (vCPU), Arbeitsspeicher (vRAM), Datenträger (vDisk) und Netzwerkschnittstellen (vNIC). Der Hypervisor ist eine Schlüsselkomponente jeder Virtualisierungsplattform und fungiert als Vermittler zwischen den physischen Ressourcen des Servers und den darauf laufenden virtuellen Maschinen. Gerade der Hypervisor ermöglicht es, mehrere Betriebssysteme gleichzeitig auf einem physischen Host (Windows, Linux, Astra Linux) vollständig isoliert voneinander auszuführen — jede VM hat keinen Zugriff auf den Speicher, die Daten oder die Prozesse benachbarter VMs. Die Hypervisor-Technologie liegt modernen Rechenzentren und Cloud-Plattformen (IaaS) zugrunde und gewährleistet eine maximale Auslastung der Geräte, eine flexible Verwaltung der Rechenressourcen und eine hohe Verfügbarkeit der Dienste. Es ist anzumerken, dass der Hypervisor genau die Software ist, die die Virtualisierungstechnologie auf Softwareebene implementiert.

Hypervisor — Typen und Funktionen (Typ 1 und Typ 2) Was ist ein Hypervisor: Software zum Erstellen und Verwalten virtueller Maschinen. Typ 1 (Bare-Metal — VMware ESXi, KVM, Proxmox) für Server, Typ 2 (Hosted — VirtualBox, VMware Workstation) für PCs und Entwicklung. Hypervisor Spezialisierte Software zum Erstellen und Verwalten virtueller Maschinen Verteilt physische Serverressourcen auf die VMs und gewährleistet die Isolation Hypervisor-Typen Typ 1 — Bare-Metal Direkt auf der Hardware installiert ✅ Vorteile Maximale Leistung Overhead < 5% Einsatz in Unternehmensumgebungen Beispiele: VMware ESXi, KVM, Proxmox VE, Hyper-V Typ 2 — Hosted Läuft auf einem vorhandenen Betriebssystem ✅ Vorteile Einfach zu installieren und zu konfigurieren Für Entwicklung geeignet Niedrige Einstiegshürde Beispiele: VirtualBox, VMware Workstation Wichtige Hypervisor-Funktionen Ressourcenverwaltung CPU-Zuteilung RAM, Festplatten, Netzwerk Dynamische Skalierung VM-Isolation Vollständige Isolation Auswirkung auf das Hostsystem Sicherheit Live-Migration Verschieben von VMs zwischen Servern ohne Ausfallzeit Keine Dienstunterbrechung Hohe Verfügbarkeit Automatische Wiederherstellung nach Ausfällen HA-Cluster Russische Hypervisoren (Register der einheimischen Software) zVirt HOSTVM K-VM OpenVZ Hypervisor — die Grundlage von Virtualisierung und Cloud-Infrastrukturen
Hypervisor — Termin-Diagramm

Arten von Hypervisoren und ihr Vergleich

Es gibt zwei Hauptarten von Hypervisoren. Hypervisoren des Typs 1 (Bare-Metal, nativer Hypervisor) werden direkt auf der Serverhardware ohne zugrunde liegendes Betriebssystem installiert. Sie interagieren direkt mit den Hardwareressourcen, was maximale Leistung (minimaler Overhead — in der Regel unter 5 %), Stabilität und Sicherheit gewährleistet. Beispiele sind VMware ESXi, Microsoft Hyper-V Server, Proxmox VE (basiert auf KVM), XenServer, Nutanix AHV sowie russische Entwicklungen, die im Register der inländischen Software enthalten sind. Hypervisoren des Typs 1 sind der Standard für Server-Virtualisierung in Unternehmensrechenzentren. Hypervisoren des Typs 2 (Hosted) laufen auf einem vorhandenen Betriebssystem (Windows, Linux, macOS) als normale Anwendung im Benutzermodus. Sie haben einen zusätzlichen Overhead durch die Ebene des Host-Betriebssystems und werden hauptsächlich für Tests, Entwicklung und persönliche Computer verwendet: Oracle VirtualBox, VMware Workstation/Fusion, Parallels Desktop, QEMU (ohne KVM). Für den Unternehmenseinsatz sind Hypervisoren des Typs 2 schlecht geeignet, da ihre Leistung geringer ist und ein Ausfall oder eine Kompromittierung des Host-Betriebssystems zum Herunterfahren aller VMs führt.

Schlüsselfunktionen und -fähigkeiten eines modernen Hypervisors

Ein moderner Hypervisor erfüllt eine breite Palette kritisch wichtiger Funktionen. Ressourcenverwaltung: Der Hypervisor verteilt physische Ressourcen (CPU, Speicher, Datenträger, Netzwerk) dynamisch zwischen virtuellen Maschinen und nutzt dabei Mechanismen der Terminplanung und Lastverteilung. Er kann ein Mindestniveau an Ressourcen garantieren (Reservierung), Grenzen festlegen und Zugriffsprioritäten (Anteile) verwalten. Isolierung: Der Hypervisor garantiert eine vollständige Isolierung der virtuellen Maschinen auf Hardwareebene — keine VM hat Zugriff auf den Speicher, die Daten oder die Geräte einer benachbarten VM. Dies ist für Multi-Tenant-Umgebungen und Sicherheitsanforderungen von entscheidender Bedeutung. Migration: Unterstützung der Live-Migration (vMotion) — das Verschieben einer laufenden virtuellen Maschine von einem physischen Host auf einen anderen ohne Unterbrechung der Dienste und mit null Ausfallzeit. Storage vMotion ermöglicht das Verschieben von VM-Datenträgern zwischen Speichersystemen ohne Unterbrechung. Hohe Verfügbarkeit (HA): Bei einem Ausfall eines physischen Servers startet der Hypervisor virtuelle Maschinen innerhalb von Minuten automatisch auf fehlerfreien Cluster-Hosts neu. Fehlertoleranz (FT): Erstellen und Aufrechterhalten einer synchronen Kopie einer VM auf einem anderen Host, um im Fehlerfall eine Null-Ausfallzeit zu gewährleisten. Snapshots: Erstellen von Sofort-Snapshots des VM-Zustands (Datenträger + Speicher) für einen schnellen Rollback auf einen früheren Zustand, was beim Testen von Updates unverzichtbar ist. Vorlagen: Erstellen von Standard-VM-Images für die schnelle Replikation ähnlicher Server.

Auswahl eines Hypervisors für ein Unternehmen und Importsubstitution

Bei der Auswahl einer Virtualisierungsplattform müssen die Kompatibilität mit der Hardware (HCL — Hardware Compatibility List), die Anforderungen an Leistung und Fehlertoleranz, die Kosten für Lizenzen und Abonnements, die Verfügbarkeit von technischem Support sowie die Anforderungen der Aufsichtsbehörden an die verwendete Software berücksichtigt werden. Für russische staatliche Kunden und KII-Objekte ist die Verwendung von Hypervisoren aus dem Register der russischen Software verpflichtend. Die Spezialisten des Unternehmens Fintech helfen bei der Auswahl der optimalen Virtualisierungsplattform, der Planung der Cluster-Architektur, der Installation und Konfiguration des Hypervisors sowie der Migration vorhandener virtueller Maschinen von ausländischen auf inländische Plattformen. Eine kompetente Wahl des Hypervisors ist die Grundlage einer stabilen, leistungsfähigen und sicheren IT-Infrastruktur eines Unternehmens. Beim Umstieg auf inländische Lösungen bietet das Unternehmen Fintech volle Unterstützung: Prüfung der bestehenden Infrastruktur, Entwicklung eines Migrationsplans (P2V, V2V), Testen der Anwendungskompatibilität, Schulung der Administratoren und Begleitung in allen Projektphasen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Hypervisor in einfachen Worten?

Ein Hypervisor ist ein Vermittlungsprogramm, das es ermöglicht, einen leistungsfähigen physischen Computer in mehrere unabhängige „virtuelle Maschinen" aufzuteilen. Im Zusammenhang mit diesem Thema ist es sinnvoll, SAN (Storage Area Network) und Thin Client zu studieren.

Worin unterscheidet sich ein Hypervisor von einer virtuellen Maschine?

Ein Hypervisor ist ein Steuerprogramm oder eine Plattform, das bzw. die virtuelle Maschinen erstellt und verwaltet, während eine virtuelle Maschine eine isolierte virtuelle Umgebung ist, die auf einem Hypervisor läuft. Ausführlichere Informationen finden Sie in den Artikeln über Data Warehouse, Backup-System (SRK) und SAN (Storage Area Network).

Welche Arten von Hypervisoren gibt es?

Hypervisoren sind Software zur Erstellung und zum Betrieb virtueller Maschinen. Es gibt zwei Arten: Typ 1 (Bare-Metal) — direkt auf der Hardware installiert (VMware ESXi, Hyper-V, KVM) und Typ 2 (Hosted) — läuft über einem Betriebssystem (VirtualBox, VMware Workstation). Weitere Informationen zu verwandten Themen finden Sie in den Materialien: Containerisierung (Docker), Backup-System (SRK) und Thin Client.

Braucht man einen Hypervisor?

Der Hypervisor gewährleistet die Sicherheit und Isolierung jeder virtuellen Maschine, sodass sie autonom arbeiten, ohne sich gegenseitig zu beeinflussen. Im Zusammenhang mit diesem Thema ist es sinnvoll, Containerisierung (Docker), SMEV (System der ressortübergreifenden elektronischen Interaktion) und Data Warehouse zu studieren.

Ist VirtualBox ein Hypervisor?

Ja, Oracle VM VirtualBox ist ein Hypervisor des Typs 2, der über einem Betriebssystem läuft. Für ein vollständiges Verständnis des Themas empfehlen wir Ihnen auch, sich mit Backup-System (SRK), Containerisierung (Docker) und Server-Virtualisierung vertraut zu machen.

Was ist ein Hypervisor — mit einem Beispiel?

Ein Hypervisor ist eine Software, die virtuelle Maschinen auf einem physischen Server erstellt und verwaltet. So ist beispielsweise VMware ESXi ein Hypervisor des Typs 1, der direkt auf der Hardware installiert wird, während Oracle VirtualBox ein Hypervisor des Typs 2 ist, der über einem Betriebssystem läuft. Für eine vertiefte Beschäftigung empfehlen wir die Abschnitte SMEV und Virtualisierungstechnologie.

Was ist der VMware-Hypervisor?

VMware ESXi ist ein Hypervisor ohne Betriebssystem, der auf einem physischen Server installiert wird und auf Hardwareebene (Typ 1) arbeitet. Ausführlichere Informationen finden Sie in den Artikeln über SMEV, Data Warehouse und Containerisierung (Docker).

War diese Information hilfreich?

Zuverlässige IT-Infrastruktur aufbauen

Bauen Sie eine moderne, fehlertolerante IT-Infrastruktur auf. Planung, Gerätelieferung, Installation und Wartung schlüsselfertig.

Garantiertes Ergebnis
Auswahl passend zu Ihrem Budget
Umfassender Ansatz
Zertifizierte Experten

Oder kontaktieren Sie uns:

+7 (499) 238-01-32 sales@fintech.ru

Geöffnet von 9:00 bis 18:00 Uhr