Erkennung nach Venenmuster
Die Erkennung nach Venenmuster ist eine biometrische Technologie zur Identifizierung einer Person anhand des einzigartigen Musters der subkutanen Venen, die eine Infrarotabtastung für eine kontaktlose und hochpräzise Authentifizierung verwendet.
Inhalt
Was ist eine Erkennung nach Venenmuster
Erkennung nach Venenmuster ist eine biometrische Technologie zur Identifizierung einer Person anhand des einzigartigen Musters der Venen unter der Haut. Das Venensystem jedes Menschen ist einzigartig und stabil im Laufe des Lebens, was es zu einem zuverlässigen biometrischen Merkmal macht.
Die Technologie basiert auf der Eigenschaft des Hämoglobins im venösen Blut, Infrarotstrahlung zu absorbieren. Die Kamera beleuchtet die Handfläche oder den Finger mit Infrarotlicht und erfasst das resultierende Venenmuster. Das Muster wird in einen eindeutigen digitalen Code umgewandelt und mit gespeicherten biometrischen Vorlagen verglichen.
Wie die Venenerkennung funktioniert
Das Funktionsprinzip der Technologie:
- Abtastung — die Infrarotkamera beleuchtet die Handfläche oder den Finger und erfasst die reflektierte Strahlung.
- Extraktion des Musters — der Algorithmus hebt das Venennetz hervor und erstellt ein Binärbild des Musters.
- Normierung — das Muster wird auf eine Standardgröße und -position skaliert.
- Vergleich — das erhaltene Muster wird mit den Vorlagen in der Datenbank abgeglichen, und es wird eine Entscheidung über die Identifikation getroffen.
Die Erkennung nach Venenmuster ist eine der genauesten und sichersten biometrischen Technologien. Die Fehlerquote der falschen Zulassung (FAR) liegt unter 0,0001 %, und die Fehlerquote der falschen Ablehnung (FRR) beträgt weniger als 0,01 %, was die Technologie für kritische Anwendungen geeignet macht.
Vorteile der Venenerkennung
Zu den wichtigsten Vorteilen der Technologie gehören:
- Hohe Sicherheit — das Venenmuster ist von außen unsichtbar, es kann nicht fotografiert oder „ausspioniert" werden.
- Schutz vor Fälschungen — die Technologie arbeitet nur mit einem lebenden Körperteil und erkennt Fälschungen (Fotos, Repliken) zuverlässig.
- Kontaktlosigkeit — keine Berührung des Sensors erforderlich, was hygienisch und praktisch ist.
- Stabilität — das Venenmuster ist im Laufe des Lebens praktisch unveränderlich.
Die Venenerkennung wird in Zugangskontrollsystemen (ZKS), im Bankwesen, in medizinischen Einrichtungen und an Objekten der kritischen Informationsinfrastruktur (KII) eingesetzt. Im Gegensatz zur Daktyloskopie erfordert die Venenerkennung keine Berührung des Sensors, was hygienischer ist.
Venenbiometrie in Russland
In Russland werden Venenleser an Einrichtungen des Rechenzentrums, in Banken und in Objekten mit erhöhten Sicherheitsanforderungen eingesetzt. Die Verwendung biometrischer Daten wird durch das 152-FZ geregelt, die Vorlagen werden unter Verwendung von KIS verschlüsselt gespeichert. Die Technologie kann in das Einheitliche Biometrie-System (EBS) integriert werden.
Die Implementierung der Venenerkennung erfordert die Installation spezieller Lesegeräte und die Integration in die Infrastruktur. Die Dienstleistung Planung hilft, die optimale Lösung für die Aufgaben Ihrer Organisation zu wählen.
Häufig gestellte Fragen
Wie funktioniert die Venenerkennung?
Die Kamera beleuchtet die Handfläche oder den Finger mit Infrarotlicht. Venöses Blut absorbiert die Infrarotstrahlung, wodurch das Venenmuster in der Aufnahme sichtbar wird. Der Algorithmus wandelt es in einen digitalen Code um und vergleicht ihn mit den gespeicherten Vorlagen.
Ist die Venenerkennung sicherer als ein Fingerabdruck?
Ja. Das Venenmuster ist von außen unsichtbar und kann nicht von einem Gerät oder einer Fotografie gelesen werden, und die Erkennung funktioniert nur mit einem lebenden Körperteil. Fingerabdrücke lassen sich dagegen leichter fälschen und bei der Interaktion mit Oberflächen hinterlassen.
Ist die Venenerkennung schädlich für die Gesundheit?
Nein. Die Technologie verwendet Infrarotstrahlung mit geringer Leistung, die für den Menschen völlig ungefährlich ist. Die Abtastung ist kontaktlos und schmerzlos und entspricht den Hygienestandards, was in medizinischen Einrichtungen und im Bankwesen wichtig ist.
Kann man die Venenerkennung täuschen?
Es ist äußerst schwierig. Um das System zu täuschen, müsste man eine präzise Nachbildung der Venen eines echten Menschen auf einem lebenden Körperteil erstellen. Moderne Systeme prüfen außerdem die Lebendigkeit und die Durchblutung, sodass die Venenerkennung als eine der fälschungssichersten biometrischen Technologien gilt.
Wo wird die Venenerkennung eingesetzt?
Die Technologie wird in ZKS für den Zugang zu geschützten Räumen und Räumlichkeiten, in Banken zur Kundenidentifizierung, in medizinischen Einrichtungen und an Objekten der kritischen Informationsinfrastruktur eingesetzt.
Ist die Venenerkennung für das Einheitliche Biometrie-System geeignet?
Was kostet ein Venenlesegerät?
Venenlesegeräte sind teurer als Fingerabdruckscanner: Die Kosten für ein einzelnes Gerät beginnen bei mehreren zehntausend Rubel, während ein System für ein Unternehmen mit Dutzenden von Zugangspunkten Hunderttausende Rubel kosten kann. Der Preis hängt vom Hersteller, der Genauigkeit und der Art der Abtastung (Handfläche oder Finger) ab.
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