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Unbefugter Zugriff (UA)

Informationssicherheit

Unbefugter Zugriff (UA) ist der Zugriff auf Informationen oder Ressourcen unter Verletzung der festgelegten Regeln der Zugriffskontrolle, unter Verwendung von Standardwerkzeugen oder durch Überwindung von Schutzsystemen.

Was ist unbefugter Zugriff

Unbefugter Zugriff (UA) ist der Zugriff auf Informationen, Ressourcen oder Systeme unter Verletzung der festgelegten Regeln der Zugriffskontrolle. UA kann sowohl unter Verwendung von Standard-Computermitteln (z. B. Passwort-Erraten, Nutzung einer vergessenen Sitzung) als auch unter Verwendung spezieller Werkzeuge zur Überwindung von Schutzsystemen (Hacking, Ausnutzung von Schwachstellen, Social Engineering) erfolgen. UA ist eine der Hauptbedrohungen der Informationssicherheit und ein Schutzobjekt für kryptografische Informationsschutzmittel (KIS), Firewalls und Zugangskontrollsysteme. Die Verhinderung von UA wird gesetzlich geregelt, einschließlich 152-FZ „Über personenbezogene Daten" und 187-FZ über die KII-Sicherheit. Jedes Jahr beträgt der Schaden durch UA weltweit Billionen von Dollar, und die Zahl erfolgreicher Angriffe wächst weiter, was den Schutz vor UA zu einer der Prioritätsrichtungen für jede Organisation macht.

Arten des unbefugten Zugriffs (UAA) und Angriffskanäle Diagramm der UAA-Arten: direkter Zugriff, Netzwerkzugriff, Insider-Zugriff, Social Engineering, Wechselmedien, mit Schutzmaßnahmen (kryptografischer Schutz, Firewall, DLP). Arten des unbefugten Zugriffs Angriffskanäle und Schutzmethoden UAA 🔐 Direkt Physischer Zugriff Auf Server / Geräte 🌐 Netzwerk Sicherheitslücken / Hackerangriffe SQL-Injection · MITM 👤 Insider Mitarbeiter Missbrauch von Privilegien 🎣 Social Engineering Phishing / Vishing Täuschung des Benutzers 💾 Wechselmedien USB / Laufwerke Infizierte Medien (BadUSB) Schutz: Krypto + Firewall + DLP + Personalschulungen
Unbefugter Zugriff (UA) — Diagramm 1

Hauptarten von UA

Unbefugter Zugriff wird nach der Durchführungsmethode und der Art der Bedrohung klassifiziert. Direkter Zugriff ist der physische Zugriff auf Ausrüstung (Server, Arbeitsplätze, Netzwerk-Switches), um Daten zu stehlen, zu ändern oder zu zerstören, Hardware-Lesezeichen zu installieren oder sich mit Kontrollschnittstellen zu verbinden. Netzwerkzugriff ist das Eindringen in ein System über Netzwerkschnittstellen (Ausnutzung von Schwachstellen in Webanwendungen, Passwort-Erraten, Man-in-the-Middle-Angriffe (MITM), DNS-Substitution, SQL-Injection, Cross-Site-Scripting). Insider-Zugriff ist die Nutzung legitimer Mitarbeiterkonten für unbefugte Handlungen (Machtmissbrauch, Arbeit nach der Entlassung, Nutzung privilegierter Zugriffe zum Datendiebstahl). Zugriff über Social Engineering ist der Erhalt von Zugangsdaten durch Täuschung von Benutzern (Phishing, Vishing, Smishing). Es wird auch der Zugriff über Wechselmedien unterschieden — die Verwendung infizierter USB-Sticks, CD/DVD-Datenträger oder externer Festplatten zum Einschleusen von Schadsoftware. Zur Verhinderung von UA werden Identifikations- und Authentifizierungssysteme, Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), DLP-Systeme und Zugangskontrollwerkzeuge wie ZKS eingesetzt.

Schutz vor UA

Der umfassende Schutz vor unbefugtem Zugriff umfasst mehrere Ebenen, die umgesetzt werden müssen, um eine zuverlässige Sicherheit zu gewährleisten. Organisatorische Maßnahmen — Entwicklung und Umsetzung von Sicherheitsrichtlinien, Zugriffsreglementen, Anweisungen für Mitarbeiter, regelmäßige Schulung des Personals in den Regeln der Informationssicherheit. Software- und Hardware-Werkzeuge — Installation und Konfiguration von KIS, Firewalls (Firewall, NGFW), Systemen zur Erkennung und Verhinderung von Eindringungen (IDS/IPS), Antivirensoftware, kryptografische Datenschutzmittel. Überwachung und Audit — Registrierung aller Zugriffsversuche auf Informationssysteme, Protokollanalyse unter Verwendung von SIEM-Systemen, regelmäßiges Audit der Sicherheitsjournale. Physischer Schutz — Beschränkung des physischen Zugriffs auf Serverräume, Verwendung von Videoüberwachung und Zugangskontrollsystemen. Backup — Erstellung und Aufbewahrung von Sicherungskopien kritischer Daten zur Wiederherstellung nach einem Angriff.

Typische UA-Kanäle und Angriffsmethoden

Angreifer nutzen verschiedene Kanäle für den unbefugten Zugriff. Netzwerkdienste — nicht gepatchte Schwachstellen in Webanwendungen (OWASP Top 10), Mailservern, DBMS, Content-Management-Systemen. Kontrollschnittstellen — schwache Passwörter auf Verwaltungsfeldern, SSH, RDP, Telnet, Verwendung von Standard- oder leicht zu erratenden Zugangsdaten. Wechselmedien — infizierte USB-Sticks mit Schadsoftware (BadUSB), Datenträger mit Autostart. Soziale Netzwerke und Messenger — Phishing-Links, bösartige Anhänge in Briefen, gefälschte Anmeldeseiten. Zero-Day-Schwachstellen (0-Day) — bisher unbekannte Schwachstellen, für die es noch keine Patches gibt. DDoS-Angriffe — werden als Ablenkung für die Durchführung anderer Angriffe eingesetzt. Zur Überwachung und Analyse solcher Bedrohungen werden SIEM-Systeme, Informationssicherheits-Monitoringzentren (SOC) und NDR-Systeme zur Analyse des Netzwerkverkehrs verwendet.

Informationsschutzmittel (ISM) gegen UA

ISM gegen UA sind spezialisierte Software-, Hardware- oder Software-Hardware-Werkzeuge, die dazu bestimmt sind, unbefugten Zugriff zu verhindern. In Russland müssen solche Werkzeuge für die Verwendung in staatlichen Informationssystemen von FSTEC Russlands oder dem FSB Russlands zertifiziert sein. ISM gegen UA umfassen: Zugangskontrollsysteme (obligatorische und discretionary Verwaltung), Antiviren-Schutzsysteme, Firewalls (einschließlich NGFW der nächsten Generation), Systeme zur Erkennung von Eindringungen (IDS/IPS), kryptografische Schutzsysteme, Werkzeuge zum Schutz vor Datenlecks (DLP), Identitäts- und Zugriffsverwaltungssysteme (IAM). Die Wahl spezifischer Werkzeuge hängt von der Klasse des geschützten Systems, der Vertraulichkeitsstufe der Daten und den regulatorischen Anforderungen ab. Für KII-Objekte ist die Verwendung zertifizierter ISM aus dem Register der inländischen Software erforderlich.

Umfassender Schutz vor unbefugtem Zugriff: organisatorische und technische Maßnahmen Diagramm des umfassenden UAA-Schutzes: organisatorische Maßnahmen (Richtlinien, Schulungen) und software- und hardwaregestützte Mittel (kryptografischer Schutz, Firewall, IDS/IPS, DLP, SIEM), mit Integration in ein SOC. Umfassender UAA-Schutz Organisatorische und technische Maßnahmen UAA-Schutz 📋 Organisatorische Maßnahmen Sicherheitsrichtlinien Zugriffsregelungen · Anweisungen Personalschulungen · Workshops 🛡️ Software/Hardware Schutzmittel Krypto · Firewall · IDS/IPS DLP · SIEM · Antivirus 📊 Überwachung und Audit Ereignisprotokollierung · Log-Analyse · SOC-Integration 💾 Backup Datenwiederherstellung nach Angriffen · 3-2-1-Regel Mehrschichtiger Schutz = Minimierte UAA-Risiken
Unbefugter Zugriff (UA) — Diagramm 2

Reaktion auf UA-Vorfälle

Wenn UA erkannt wird, muss die Organisation über einen Plan zur Reaktion auf Vorfälle (IRP) verfügen. Der Reaktionsprozess umfasst mehrere Phasen: Erkennung und Bestätigung des Vorfalls (über SIEM, IDS, Benutzerbeschwerden), Isolierung des infizierten Netzwerksegments und Blockierung kompromittierter Konten, Sammlung und Erhaltung von Beweisen für die Untersuchung (Protokolle, Speicherabbilder, Netzwerk-Captures), Analyse des Vorfalls zur Bestimmung des Angriffsvektors und des Schadensausmaßes, Beseitigung der Folgen (Entfernung von Schadsoftware, Schließen von Schwachstellen, Ändern von Passwörtern), Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Systems aus Sicherungskopien, Benachrichtigung der Regulierungsbehörden (FSTEC, Roskomnadzor) innerhalb der festgelegten Fristen sowie die Analyse nach dem Vorfall und die Aktualisierung von Sicherheitsrichtlinien. Eine professionelle Planung von Schutzsystemen ermöglicht es, eine effektive mehrstufige Verteidigung aufzubauen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist UA in einfachen Worten?

UA (unbefugter Zugriff) liegt vor, wenn jemand ohne Erlaubnis Zugriff auf Ihre Daten oder Ihr System erhält. Zum Beispiel rät ein Hacker ein Passwort, ein Mitarbeiter schaut in fremde Dateien oder ein Angreifer dringt in den Serverraum ein. Kryptografische Informationsschutzmittel, Passwörter und Zugangskontrollsysteme werden zum Schutz verwendet.

Welche Gesetze regeln den Schutz vor UA?

Die wichtigsten Gesetze: 152-FZ „Über personenbezogene Daten" (Schutz personenbezogener Informationen), 187-FZ „Über die KII-Sicherheit" (Schutz der kritischen Infrastruktur) und FSTEC-Anordnungen, die Anforderungen an Schutzmittel gegen UA für staatliche Systeme festlegen.

Was ist ISM gegen UA?

ISM gegen UA sind Informationsschutzmittel gegen unbefugten Zugriff. Dies ist ein Komplex von Software-, Hardware- und Software-Hardware-Lösungen, die Versuche verhindern, in Systeme einzudringen, Daten zu stehlen oder zu ändern. Dazu gehören KIS, Authentifizierungssysteme, Firewalls und Zugangskontrollsysteme.

Wie erkennt man einen UA-Versuch?

UA-Versuche werden mit SIEM-Systemen erkannt, die Protokolle und Sicherheitsereignisse analysieren, Systemen zur Erkennung von Eindringungen (IDS/IPS) sowie DLP-Systemen, die verdächtige Benutzeraktionen verfolgen. Auch ein regelmäßiges Audit der Zugriffsjournale hilft, Anomalien rechtzeitig zu bemerken.

Was tun, wenn UA erkannt wird?

Wenn UA erkannt wird, ist es notwendig, sofort: das infizierte Netzwerksegment zu isolieren, kompromittierte Konten zu blockieren, alle Spuren für die Untersuchung zu erfassen und das Informationssicherheits-Monitoringzentrum (SOC) zu benachrichtigen. Nach dem Vorfall muss eine forensische Analyse durchgeführt und die Sicherheitsrichtlinien aktualisiert werden.

Welche typischen UA-Kanäle gibt es?

Die wichtigsten UA-Kanäle: nicht gepatchte Schwachstellen in Webanwendungen und Servern, schwache Passwörter auf Verwaltungsschnittstellen, infizierte Wechselmedien, Phishing-Angriffe über E-Mail und Messenger sowie Zero-Day-Schwachstellen (0-Day). Es ist wichtig, regelmäßige Schwachstellenscans und Penetrationstests durchzuführen.

Welche Anforderungen gelten für den UA-Schutz für KII?

Für KII-Objekte ist die Verwendung zertifizierter Schutzmittel aus dem Register der inländischen Software erforderlich, eine obligatorische Kategorisierung der Objekte, die Benachrichtigung von FSTEC über Vorfälle und regelmäßige Attestierungsprüfungen. Die Verwendung ausländischer Software an KII-Objekten ist ebenfalls verboten.

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